Bufo Alvarius Permakultur
Willkommen zu meiner Homepage über die Bufo Alvarius Kröten. Hier möchte ich über die Haltung, dieser wunderbaren und mystischen, Tiere informieren. Dabei geht es hier auch um die Integration von Permakultur - Prinzipien, um ökologische Kreisläufe zu erschaffen, bei denen der Mensch, zunehmend weniger eingreifen muss. Als Beispiel ist eine Lebendfutterzucht im Terrarium, damit immer ein Futterangebot vorhanden ist und gleichzeitig ein ökologisches Gleichgewicht im Bodengrund entsteht. Oder auch, wie man sie im kalten Deutschland, draußen halten kann.
Ist die Haltung dieser Kröten moralisch vertretbar?
Als ich vor vielen Jahren, die Kröten gesucht habe, war es sehr schwer, an diese ranzukommen. Auch wurde mir sogar, von Jemanden der selber Kröten hat, davon abgeraten. Sehr schnell hat sich eine ähnliche Meinung gebildet, dass man Kröten nicht ganz artgerecht in einem Terrarium halten kann, weil diese Tiere Nachts jagen gehen wollen und dann ist das Territorium meistens zu klein und sie laufen an der Scheibe entlang oder sie springen gegen die Scheibe. Dadurch bin ich eher auch der Meinung, Leuten von einer Haltung abzuraten. Allerdings gibt es viele Menschen, die diese Tiere schon haben oder auch einige, die sich sehr stark hingezogen fühlen, zu diesen Tieren. Da ich lange in diesem moralischem Konflikt gelebt habe und nach einer Erweiterung in Richtung einer artgerechten Haltung geforscht habe, habe ich nun einige Jahre, praktische Erfahrungen gesammelt, um in erster Linie den Kröten, zu mehr Raum- und Lebensqualität zu verhelfen, wenn ich ihre Halter/Pfleger entsprechend berate. Ich sehe mich in erster Linie als Diener dieses Krötengeistes, von dem ich mich sogar oftmals geführt fühle.
Letztendlich wird es immer ein Kompromiss bleiben, den man aber immer weiter verbessern kann, bei dem Mensch und Tier in der Symbiose, beide etwas von haben.
Schließlich ist nicht alles schlecht in einem Terrarium, die Tiere können auch ein sehr gutes Leben im begrenzten Raum haben. Man merkt ganz genau, wann es ihnen gut geht und das ist auch leicht umzusetzen, mit einem 120 cm langen Terrarium, einer guten 70 W Dampflampe, 20-30 cm hohem Substrat, einer Korkrinde und regelmäßigem abwechslungsreichem Futter zum selber Jagen und einem kleinen Bereich zur Wasseraufnahme oder zum Schwimmen.
Nicht umsonst, werden sie im Terrarium, bis 20 Jahre alt. In der Natur nur bis 5 Jahre, was ein sehr hartes Leben in der Steppen- oder Wüstenregion vermuten lässt. Vor allem, mit sehr großen Entbehrungen vom Wasser- und Futterangebot, her.
Die Kröten bekommen auch etwas, was sie in der Symbiose mit dem Menschen erhalten können. Es fließt, sowas wie eine spezielle Energie, von dem beide einen Mehrwert haben, Mensch und Tier.
Vor allem hat der Mensch, eine große Chance, indem er sich mit der Kröte auseinandersetzt, eine riesige Entwicklung im Bewusstsein zu vollführen, die ohne den Austausch und in der Auseinandersetzung vielleicht nicht, zumindest nicht in dieser Geschwindigkeit, möglich wäre.
Man lernt so unglaublich viel, was uns letztendlich auch wieder zurück zur Natur verbindet, was uns auch für den elementaren Naturschutz sensibilisiert. Darüber im speziellen, auch mit den Kröten verbundenen Elementen, wie Erde und Wasser, sowie meditative Stille, fast schon telepathisch, kommunikativen Austausch mit den Tieren, sowie Friedfertigkeit im Zusammenleben, dass sie jederzeit vorleben etc...
Für all das stehen die Kröten und noch viel mehr, diese Sensibilisierung, die man fast schon automatisch im Prozess durchläuft, führt auch dazu, dass wir die Natur weiter schützen und wieder artgerechte Amphibien- Feuchtgebiete anlegen. Wir werden wieder hautnah erfahren und damit verstehen, Wasser ist Leben und wie wir wissen, bestehen wir auch größtenteils, aus Wasser.
Auch muss man seinen selbstkritischen Anspruch, alles Perfekt zu machen, mit seinem Umfeld vergleichen. Meine Großeltern hatten einen kleinen Bauernhof mit Kühen und Schweinen im Stall. Das kann ich leicht besser machen, in der artgerechten Haltung mit Kröten, im Terrarium. Kröten sind keine Nutztiere, dass ist klar, sie werden aber dafür auch nicht umgebracht, zum Essen. Einen wichtigen Mehrwert, für den Menschen dieser Zeit, bringen sie aber allemal:
Meditative Stille, Frieden und Verbindung zur Natur.
Ich will keineswegs die Krötenhaltung hypen, aber was ich weiß ist, dass der heutige Mensch mehr denn je, wieder diese Verbindung braucht, weil diese Liebe zu diesen Tieren, einen tiefen Natur-Verbindungsprozess auslöst und damit eine Rückverbindung zu sich selbst ermöglicht und vielleicht sogar beschleunigen kann.
Die Verantwortung der Entscheidung,
ob Krötenhaltung "ja" oder "nein", den trägt jeder selbst.
Wie habe ich den moralischen Konflikt gelöst ?
Als ich gemerkt habe, dass sie nachts immer an der Scheibe entlang gegangen sind und raus wollten, hat sich schnell eine unbeugsame Absicht gebildet, ihnen ein größeres Habitat zu erschaffen. Lange war meine Idee ein großes Gewächshaus im Garten aufzustellen, welches Doppelstegplatten hat und UV - A und B Licht durchlässig ist. Leider war meine angestrebte Lösung finanziell nicht möglich und baurechtlich auch nicht erlaubt, auf dem angedachten Flurstück. Irgendwann bin ich auf eine logische Schlussfolgerung gekommen. Wenn die Kröten sowieso eine ausgedehnte Winterruhe von selbst machen und im gedämmten Bauwagen im Terrarium, erst im April/Mai aus der Erde kommen, dann könnte es doch draußen auch warm genug sein, zumindest Phasenweise, um ihnen mit einem Amphibienzaun ein recht großes artgerechtes Habitat zu bieten. Mit einem Schildkrötengewächshaus für kältere Phasen, wenn die Sonne weg ist oder auch für Nachts. Das war dann ein doch aufwendiges Projekt, ich habe ein Amphibienzaun mit 50 laufenden Metern im Kreis aufgestellt, und inzwischen 3 Teiche ausgegraben. Der erste Teich 5-6 m im Durchmesser und die anderen beiden 1 m, weil diese direkt in den kleinen Schildkötengewächshäusern sind, um den Kröten auch im Herbst noch die Möglichkeit zu bieten, sich nicht temperaturbedingt eingraben zu müssen. Inzwischen habe ich es geschafft ein Konzept zu entwickelt sie ganzjährig draußen halten zu können und das muss unbedingt erwähnt sein, im kalten Deutschland. Die Schwierigkeit war, wenn es phasenweise zu kalt wurde, haben sie sich irgendwo in der Anlage eingebuddelt und ich konnte sie nach wochenlangem suchen nicht mehr finden und sind folglich in einer Frostphase gestorben, weil sie sich in der europäischen roten Lehmerde nicht tief genug eingraben konnten. Deshalb habe ich alle möglichen Verstecke und flache Sandschichten aus der Außenanlage entfernt und ihnen ein großes Aluminiumbeet 80 cm in die Erde eingebaut mit 10 cm Dämmplatten an den Wänden und als Bodenplatte. Die tiefste Stelle mit temperaturgesteuerten Wärmefolien versehen. Eine Kammer mit 1,5 Tonnen Lehm/Sand-Gemisch gefüllt und die andere Kammer mit Kokosfasser-Humus gefüllt. Sowie ein Schildkrötengewächshaus darüber gestellt. Nun ist es so, sie sind wenn es warm ist fast nur in der offenen Außenanlage, wenn es Nachts oder im Herbst kalt ist, sind sie im Gewächshaus. Wenn es dann nochmal eine Stufe kälter wird, graben sie sich im Gewächshaus einfach in den Sand oder in den Kokoshumus nach unten. Dabei buddeln sich manche Kröten unter den kleinen beheizten Teich im Gewächshaus ein oder in der Kammer wo kein Teich ist, aber Heizfolien bei ca. 15-18 grad eingestellt heizen. Ich merke vom Gefühl, dass meine Kröten damit viel zufriedener sind, mit dieser Lösung in einer Außenanlage. Ich weiß auch, dass nicht jeder bereit ist, so einen Einsatz an Energie und Willen aufzubringen, um es den Kröten möglichst annähernd artgerecht zu gestalten. Aber zumindest kann ich hier darstellen, was möglich ist und was auch überprüft funktioniert im artfremden und kalten Land, wie Deutschland, im Gegensatz zur mexikanische Sonora Wüste z.B. Allerdings muss man in einer Außenanlage auch mit mehr Stromkosten rechnen. Anfangs habe ich nur die Teiche in den zwei Schildkrötengewächshäusern auf ca. 24 Grad geheizt, nun im Herbst habe ich aber auch noch jeweils eine 70 Watt Metalldampflampe mit UV A und B Anteil, 12 Stunden am Leuchten. Im Winter wenn alle eingegraben sind, kann man die natürlich aus machen.
So sehen glückliche Kröten aus
Diese Kröten sind nicht leicht zu Züchten. Allerdings wenn man die Gegebenheiten und Klimaphasen sehr natürlich nachbildet, wie im Ursprungshabitat, dann ist es möglich. So habe ich 2023 schonmal Laich gehabt, die Kaulquappen sind allerdings nach dem Schlüpfen eingegangen. Inzwischen weiß ich die Fehler, die ich gemacht habe und somit habe 2024 wieder Laich gehabt und konnte sie durch die Metamorphose bringen und unten sieht man meine Nachzucht im jungen alter von 4/5 Monaten, aus dem Laich vom 16.6.2024